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Jordanien – Land der Nabatäer

Ein Tag am Toten Meer


Mit Austrian ging es bequem in 3 ½ Stunden in die Hauptstadt Jordaniens Amman.
Nach Ankunft und Erledigung der Einreiseformalitäten wartete bereits unsere Fahrer auf uns. Auf ans Tote Meer. Aber wie schaut das aus. Wie fühlt sich das an? Natürlich haben wir schon einiges darüber gelesen, aber selbst darin zu schwimmen ist doch etwas anderes. Nach einer guten Stunde Fahrt erreichen wir das Hotel Mövenpick Resort & Spa Dead Sea, wo wir die nächsten Nächte verbringen.

Jordanien

Gepäck aufs Zimmer und ab zum Strand. Strand? Na ja, als Asienfan würde ich diesen Abgang zum Meer nicht als Strand bezeichnen. Stufen und Steine führen uns zum Wasser. Und was hat es mit diesen komischen Fässern auf sich? Die Hinweisschilder mit: Nicht tauchen, Mund und Augen vor Wasser schützen, nicht soweit rausschwimmen, am Rücken schwimmen – stimmen mich Muffengänger auch nicht fröhlich. Gut also los – ab ins Wasser. Vorsichtig ging ich über die Steine bis das Wasser hüfttief war und lies mich fallen. Ich wurde sofort, wie von einer unsichtbaren Hand, nach oben gehoben. Es stimmt also wirklich – untergehen kann man in diesem Meer nicht. Den Hinweis – nur auf dem Rücken schwimmen – hätten sie sich auch sparen können – ich kann gar nicht anders. Ich komm mir vor wie ein Käfer! Ich gebe mich hin und fange sogar an das Bad zu genießen. Als nächsten ging ich dem Geheimnis der aufgestellten Fässern auf den Grund. In ihnen befand sich der Salzschlamm. Alle griffen hinein und rieben sich mit dieser braunen lehmartigen Masse ein. Natürlich auch ich – soll schön machen. Na hoffentlich, denn währenddessen sieht man ziemlich albern aus. Aber es wurde nicht zu viel versprochen. Nach dem Abwaschen ist die Haut wirklich so zart wie Seide. Hat sich wirklich gelohnt!  Mach ich morgen wieder.

 

Berg Nebo – Madaba – und der Jordan


Zuerst geht es heute auf den ca. 800m hohen Berg Nebo. Von hier aus soll Moses ins gelobte Land geschaut haben und das wollen wir ihm gleich tun. Oben angekommen besichtigen wir die Kirchenruinen und Mosaike. Interessant finde ich auch, dass der Berg Juden, Christen und Muslimen heilig ist. Der Ausblick von hier oben ist wirklich schön. Wir setzen unser Fahrt fort nach Madaba. In dieser Kleinstadt fand man antike Kirchenruinen.  Worauf wir aber schon gespannt sind, ist das Fußbodenmosaik mit einer Karte des Heiligen Landes. Leider wurde diese Karte im laufe der Zeit zerstört und man braucht schon etwas Vorstellungskraft sich die Puzzleteile als Großes Ganzes vorzustellen. Die letzte Station des Tages führt uns zu eine der möglichen Taufstellen Jesus an den Jordan.  Ein Fußweg der sich durch staubtrockenes Gelände schlängelt führt uns an den Fluss. Fluss? Wo ist der Jordan? Wir stehen an einem schmutzigen ungefähr 5 Meter breiten Rinnsal im Grenzgebiet zwischen Israel und Jordanien. Ich dachte der biblische Jordan ist ein breiter, reisender Fluss und kein kleiner Bach. Ich hoffe nur, dass zu Jesus Zeiten hier mehr Wasser floss!

 

Jordanien

Kerak – Petra


Heute geht’s nach Kerak. Zur einer der bedeutendsten Kreuzfahrerburgen des Nahen Ostens.  Schon von Weitem sieht man sie auf dem Felsen thronen und beim Durchstreifen kann man sich gut vorstellen, welche Kämpfe es um diese Burg gab. Weiter führt uns unsere Fahrt nach Petra. Wir checken im Hotel Mövenpick direkt am Eingang zur alten Stadt ein.

 

Jordanien - Kerak

Ein Tag zu Besuch in der Felsenstadt Petra

Im Internet habe ich ein wenig über Petra gestöbert. Irgendjemand hat geschrieben ….. nichts bereitet einem auf Petra vor…. – das stimmt. Was man hier allerdings sein muss, ist gut zu Fuß. Beim Besucherzentrum werden uns für die erste Etappe Pferde und Kutschen angeboten. Wir entscheiden uns dagegen und sind sehr froh darüber. Denn so hatten wir genug Zeit schon die ersten Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Wir wandern also ca. 1km bis zum Siq – der Schlucht – dem eigentlichen Eingang Petras. Diese Schlucht zieht sich über mehr als 1 km und ist an manchen Stellen recht eng. Gerade so breit, dass Fußgänger und Kutschenfahrer aneinander vorbeikommen. Manchmal kann man kaum den Himmel sehen. Die Felswände rechts und links sind mehr als 100 Meter hoch. Ganz plötzlich taucht vor uns das Schatzhaus auf. Man weiß ja das es da ist, aber es überrascht einem trotzdem. Es ist das meist fotografiertest Objekt in Jordanien. Natürlich schießen auch wir hier zahlreiche Bilder. Angeblich waren hier nie Schätze gelagert und von Innen kann man es auch nicht besichtigen und trotzdem zieht es einem magisch an – dieses Schatzhaus, welches eigentlich ein Grabmal ist. Wir treiben uns etwas auf dem Platz davor herum und genießen die Stimmung. Danach führt uns der Weg weiter hinein in die Stadt. Irgendwann öffnet sich die Schlucht und wird zu einem breiten Tal. Wir setzten uns in eines der Cafés und schauen dem bunten Treiben zu. Wir gehen die Prachtstraße weiter zum antiken Theater, vorbei an Felsengräbern, Opferplätzen und vielem mehr. Einen ganzen Tag treiben wir uns hier herum und haben immer noch nicht alles gesehen. Wohin man schaut, man entdeckt immer etwas. Wenn man sich vorstellt, das bis heute nur ein Bruchteil der alten Stadt ausgegraben und erforscht wurde, kann man ungefähr erahnen wie eindrucksvoll Petra einmal war. Voll mit Eindrücken aber ziemlich müde und schmutzig erreichen wir unser Hotel.

Jordanien

 

Little Petra und Wadi Rum

 

Am Weg ins Wadi Rum stoppen wir in Little Petra. Der ehemalige Vorort von Petra. Weiter geht’s ins Wadi Rum. Mit unserem Auto erreichen wir das Beduinenlager, wo wir in wüstengängige Jeeps umsteigen. Fest anhalten heißt es die nächsten zwei Stunden. Wir werden auf dem unebenen Wüstenboden doch sehr durchgerüttelt.

Jordanien

Die weite Wüstenfläche des Wadi Rum wäre vielleicht ohne Lawrence von Arabien nicht so bekannt geworden. Aber genau so wie er fühlen auch wir uns. Ziemlich verwegen! Die von Wind und Wetter gezeichneten Felsformationen erheben sich eindrucksvoll vor uns und irgendwie erinnert uns dies an dies Kraterlandschaft.

Wahrscheinlich wird es deshalb das „Tal des Mondes“ genannt. Wir nehmen noch schnell einen süßen Tee bevor wir unsere Weiterfahrt nach Aqaba ans Rote Meer antreten. Wir quartieren uns wieder im Mövenpick Hotel ein und durchstreifen abends den Souk der Stadt. Aqaba war immer schon eine der wichtigsten Hafenstädte des Landes und das sieht man auch auf den lokalen Märkten. Frisches Obst und Gemüse, lokale Handarbeiten und Souvenirs gibt es hier und das alles immer mit dem verführerischen Duft der Gewürze in der Nase. Genau unseres!

Die folgenden zwei Tage Erholung haben wir uns verdient, bevor es wieder zurück in die Heimat geht.

Jordanien

 

Tipps: Petras Kitchen, Petra by night, Übernachtung im Wadi

 

Jordanien

 

Wie sicher ist Jordanien?

 

Obwohl Jordanien inmitten von Krisengebieten liegt, gilt das Haschemitische Königsreich nicht zuletzt durch eine Jahrzehnte andauernde kluge Regentschaft von Königs Abdullah II. bin al-Hussein und seiner Frau Rania als relativ sicher. Jordanien pflegt friedliche Kontakte zu all seinen Nachbarn und bot den zahlreichen Flüchtlingen aus Syrien ein temporäres zu Hause. Trotzdem sind die Grenzregionen zu meiden.

Jordanische Küche


Immer wenn es in Jordanien etwas zu feiern gibt wird Mansaf serviert. Das Nationalgericht wird auf großen Platten in die Mitte des Tisches gestellt. Auf einem Reisbett mit Mandeln wird gebratenes Lamm serviert. Dazu wird Joghurtsauce gereicht. Uns haben es vor allem die Mezze angetan – die Vorspeisen. Humus, Foul (pürierte Bohnen), Weinblätter, Oliven, Käse und vieles mehr mit frischem Fladenbrot sind einfach köstlich.

Von und mit: Silvia und Richard Senft

Hier finden Sie unsere Jordanien Rundreisen
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